Kein Schnickschnack. EinfachTriathlon. PUNKT.

Basis meines Trainingskonzeptes ist eine umfangreiche Phase des Grundlagenausdauer-Trainings, die je nach Fortschritt und Entwicklung individuell länger oder kürzer gestaltet ist. Der Schlüssel zum Erfolg bei einer Langdistanz liegt in der Fähigkeit das gesamte Rennen - insbesondere den abschließenden Marathon - ohne Einbruch zu absolvieren. Am Ende entscheidet eine hervorragend entwickelte aerobe Energiebereitstellung, ob du den Wettkampftag entspannt und voller Euphorie im Zielbereich ausklingen lässt oder der "längste Tag" zum Wandertag wird und voller Enttäuschung endet. 
Bei vielen Athleten vermisse ich das Gefühl für den eigenen Körper. Sie machen sich im Training und im Wettkampf zu Sklaven der Technik. Ich möchte euch dazu ermutigen, wieder in euch hineinzuhorchen und nicht ständig stur an Puls- und Wattwerten zu hängen. Natürlich steuere ich dein Training über Puls und/oder Wattwerte. Objektive Messungen verdeutlichen den Trainingsfortschritt. Aber es muss auch mal erlaubt sein einfach raus zu gehen und Spaß an der Bewegung zu haben. Spätestens im Wettkampf kann auf Grund unterschiedlichster äußerer Einflüsse die Fähigkeit "in sich hinein zu spüren" über Erfolg und Misserfolg entscheiden.

Viele Rookies, aber auch erfahrene Athleten setzen sich im Vorfeld ihrer Langdistanz ein unrealistisches Ziel. Getrieben durch den Wunsch in Kona an den Start zu gehen, beginnt das Rennen nach dem ersten Blick auf die Uhr mit einer Enttäuschung und einem negativen Gefühl. Ich helfe dir, deine Geschwindigkeit realistisch einzuschätzen und unterstütze dich bei der Planung deines Rennens. Ab dem ersten Trainingstag stimmen wir ich das Programm auf deine individuellen Fähigkeiten und deinen Hauptwettkampf ab. 
Athleten aller Leistungsklassen überbieten sich gegenseitig beim Posten von mehr oder minder sinnvollen Trainingseinheiten. Das zur Schau stellen des eigenen Egos ist oft größer, als der Spaß an der Bewegung an der frischen Luft. Immer ausgefallenere Trainingseinheiten, virtuelle Rennen und vollkommen überzogenes Wintertraining sind meist der Killer für einen erfolgreichen Sommer. Ständig neue Trends, enorme Umfänge schon im Winter-Trainingslager bis hin zu Fahrrädern, die den Preis eines Kleinwagens übersteigen - der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Muss das denn wirklich alles sein? Wo ist der Spirit der Erfinder dieser Kombination aus 3 Sportarten geblieben? Triathlon ist zur Massenbewegung geworden. Die Industrie verkauft uns ausgefallenes Material, das nicht mal für Profis relevant ist, als unbedingt notwendig. Es liegt an uns, den Trend mitzugehen oder uns wieder altbewährten Methoden und auf das klassische Ausdauertraining zu besinnen. Geht raus, habt Spaß und geniesst jeden Kurbeltritt oder Schritt.

Die sinnvolle Koordination des Trainings dreier Sportarten erfordert viel Kreativität und manchmal bewegt sich der Athlet an der Belastungsgrenze. Umso wichtiger,  vor allem bei älteren Athleten, ist das konsequente Planen von Entlastungsphasen. Nach meiner Erfahrung ist die klassische 3/1 Belastung/Entlastung in härteren Trainingsphasen nicht ohne Leistungsverlust zu realisieren und die Verletzungsgefahr steigt. Flexibilität ist angesagt um den dynamischen Trainingsprozess optimal zu steuern und bei Bedarf auch mal ungeplante Erholungsphasen einzubauen.